Bertolt Brechts Meisterwerk erobert die Leinwand: Erleben Sie "Mutter Courage und ihre Kinder" als fesselndes Kinoereignis in der Friedenskirche Goldbeck.
Die Marketenderin Anna Fierling, bekannt als "Mutter Courage", zieht mit ihrem Planwagen während des Dreißigjährigen Krieges durch Europa. Sie glaubt am Krieg mehr zu verdienen als am Frieden. Ohne Rücksicht auf Politik und Moral handelt sie mit allen Kriegsparteien.
Sie verliert alle ihre Kinder: Schweizerkas wird erschossen, weil er die Regimentskasse nicht übergeben will; Eilif wird in für eine Tat hingerichtet, die ihm im Krieg Ruhm brachte. Die stumme Kattrin stirbt, weil sie die Stadt Halle vor feindlichen Soldaten warnt. Doch für Mutter Courage ist das nicht das Ende: Sie muß wieder in den Handel kommen und macht weiter. Sie glaubt an den Krieg bis zuletzt. Oder wie Brecht schrieb: "Übrig bleiben die Geschäfte und der Zynismus."
Zum 370. Todestag des barocken Schriftstellers und Zeitzeugen des 30jährigen Krieges Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen zeigt die Evangelische Kirchengemeinde Zwischen Dosse und Heide in Zusammenarbeit mit dem Verein DosseKultur e.V. die Defa-Produktion von Brechts (leider) noch immer aktuellem Antikriegsdrama in der Friedenskirche Goldbeck.
Die 1961 entstandene Verfilmung von Manfred Wekwerth und Peter Palitzsch zeigt die legendäre Helene Weigel als Mutter Courage und weitere Stars des DDR-Theaters wie Ernst Busch, Ekkehard Schall, Hilmar Thate, Willi Schwabe, Heinz Schubert, Carola Braunbock und Erik S. Klein.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Bild "Helene Weigel als Mutter Courage"
Harry Croner, Berlin 1949
© Stiftung Stadtmuseum Berlin